Kommentar eines Ungläubigen
zur Massenhysterie anlässlich des Datums 2012
Wenn Kalendergläubigkeit zur Massenhysterie ausartet, so wie bei der Jahrtausendwende und jetzt wieder anlässlich 2012, dann haben wir da ein Problem, meint Wolf Schneider, der Herausgeber der Zeitschrift connection Spirit, der diesem Thema in seiner Februarausgabe gerade die Titelstory gewidmet hat. Viele Kulturen haben Endzeiterwartungen. Wissenschaftlich heißen diese »Eschatologien«, die »Lehren von den letzten Dingen«. Insbesondere die drei westlichen Monotheismen haben solche Vorstellungen, darunter am ausgeprägtesten das Christentum. Aber auch die prächristlichen nordischen Kulturen hatten solche Vorstellungen, in Mittelamerika die Maya, Tolteken und Azteken sowie weltweit viele Stammeskulturen. Was dabei häufig vorkommt, ist der Mythos einer glücklichen Urzeit (Paradies) und einer glücklichen Endzeit (Paradies, Himmel), vor der jedoch eine große Katastrophe steht. Weil wir Menschen offenbar so denken und fühlen, gehört es seit langem zu den Regeln der Drehbuchschreiber unserer Filme (nicht nur aus Hollywood), vor dem Happy End eine große Katastrophe einzubauen, bei der nochmal alles auf die Spitze getrieben wird und alles auseinander zu fallen droht. Da müssen der Held oder die Heldin sich bewähren und über sich selbst hinauswachsen. Dies ist der Höhepunkt des Dramas, der oft als Kampf gegen Gut und Böse inszeniert wird. Vielleicht sind unsere politischen und religiösen Dramen nur Inszenierungen in der Außenwelt, gesteuert und motiviert von dieser dramatischen Disposition des Menschen. Weltuntergang oder Bewusstseinssprung, Fakten oder Fiktionen? Was passiert am 21. Dezember 2012?
Doch was bedeutet das eigentlich? Die Spekulationen lassen sich in zwei grundsätzliche Kategorien einteilen: Der Bereich „Umwelt“ befasst sich mit Natur-Erscheinungen, mit denen wir in den nächsten Jahren rechnen können. Die Gefahren auf der Erde sind in einem Essay zusammengefasst, solche, die im Weltall auf uns warten (wie Asteroiden oder Sonnenstürme) sind differenziert erläutert.
Alle hier verwendeten Begriffe und Fremdworte sind im Hauptmenü unter „Lexikon“ kurz erläutert, sodass sie bei Bedarf nachgesehen werden können. Auf unserem Youtube-Channel entsteht zudem ein stetig wachsendes Archiv mit Videos zu den behandelten Themen, die in Playlists unseren entsprechenden Bereichen zugeordnet sind. Grundproblematik 2012
Seit einigen Jahren - insbesondere seit dem Jahr 2000 - ist die Zahl 2012 bzw. das Datum 21. Dezember 2012 Grundlage zahlreicher Spekulationen und Diskussionen geworden. Als feststand, das die Welt im Jahr 2000 doch nicht unterging, wurde von Prophezeiungsgläubigen und Verschwörungstheoretikern eine neue Zielline in den Sand gezeichnet: der 21. Dezember 2012.
Neben zahlreichen unbelegten Ideen und Annahmen gibt es auch viele wissenschaftliche Untersuchungen, die deutlich machen, das am oder um 21. Dezember 2012 ein unbestimmt gearteter Wechsel stattfindet, wie immer dieser auch aussehen mag. Der Maya-KalenderAußer den Maya besaß keine mesoamerikanische Kultur ein so ausgeprägtes Kalendersystem wie dieses. Die Maya Kodizes Das Wort „Kodex“ (Mehrzahl: Kodizes) bezeichnet den Teil eines Manuskripts. |


