Die Hopi sind eine Gruppe der Pueblo-Indianer in den USA. Vor dem Reorganisation Act waren die Hopi eine Ansammlung verschiedener Stämme, doch im Zuge der Modernisierung schlossen sie sich zu einem großen Stamm zusammen.
Mitte des 19ten Jahrhunderts wurden sie von den Einwanderern erobert, vorher lebten sie lange im Einklang mit der Natur und miteinander. Heutzutage ist ihr Gebiet ein Reservat von ca. 12 500 km² Größe in Arizona.

Reservat in ArizonaDas Leben der Hopi war immer sehr von religiösen Zeremonien bestimmt. Religion und Alltag vermischten sich auf ganz natürliche Weise, sodass jede Handlung vor göttlichem Hintergrund betrachtet wurde. Ein Leben ohne Religion ist für die Hopi gar nicht denkbar.
Sie machten auch viele Prophezeiungen, die man z.B. auf steinernen Inschriften finden kann und die Verblüffendes vorherzusehen scheinen, so z.B. die Eroberung amerikanischer Ureinwohner durch den weißen Mann oder die Weltkriege.

Das Weltbild der Hopi hat Gemeinsamkeiten mit Eschatologien der Religionen, die auf Abraham zurückgehen, doch die Strukturen sind frappierend anders ausgearbeitet.
Den Hopi zufolge ist die Endzeit nämlich schon eingetreten – sogar zwei Mal!
Die erste und zweite Welt funktionierten nicht, da die Menschen, die auf ihnen lebten, böse wurden. Also wurden die Welten, erst durch Feuer und die letztere durch Kälte, vernichtet. Die dritte Welt wurde von den guten Menschen verlassen, als auch da Verfall und Krieg Überhand nahmen.
Wir leben nun in der vierten Welt, deren Hüter, Masaw, die guten Menschen von vornherein gewarnt hat, dass sie unter harten Bedingungen auf seiner Welt leben müssen. Dies ist beispielsweise die Erklärung für Dürreperioden. Hält man sich dieses Prinzip vor Augen, ist die hohe Religiosität der Hopi verständlich – für sie ist es ganz logisch, dass man für Regen beten muss.

Die vierte Welt jedoch wird bald enden, dafür gibt es neun Anzeichen, von denen acht bereits erfüllt sind, unter anderem die 60er Jahre-Bewegung und die rapide globale Kommunikation.
Das letzte Zeichen bezieht sich auf ein „Haus im Himmel über der Erde, das mit einem großen Knall zur Erde fällt“.


Die Zeichen der Zerstörung sind, dass die „Welt hin- und hergeschüttelt wird“ und der weiße Mann die letzten Überbleibsel alter Kulturen und Weisheiten vernichtet. Diese sehen viele vor allem durch die Kriege der letzten Jahre, z.B. im Irak, erfüllt.

Das Ende der vierten Welt bedeutet jedoch keinesfalls das Ende allen Lebens. Wir stehen, so glauben die Hopi und ihre Anhänger, vor dem Übergang zur fünften Welt, die uns in ein neues Zeitalter der Erleuchtung führt.


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