Supervulkane
Vulkane werden unter anderem anhand ihrer Auswurfmenge klassifiziert, also im Grunde "alles, was rauskommt". Dies wird in Kubikkilometern gemessen. Einen Vulkanausbruch ab 1000 km³ Materialauswurf bezeichnet man als Supereruption. Die letzte Vulkanaktivität dieser Art liegt jedoch schon 26 400 Jahre zurück, als in Neuseeland 1 170 km³ Material freigesetzt wurden.
Um sich das Ausmaß eines solchen Ausbruchs vorstellen zu können, reicht es vielleicht schon, sich vor Augen zu halten, dass die größte von Menschen dokumentierte Eruption 1815 in Indonesien stattfand - mit einem Ausstoß von 160 km³. Einer Supereruption gehen vor allem kleinere Erdbeben und Geländeerhöhungen voraus, da sich in den Magmakammern durch Gas Druck aufbaut, welcher dann in Form des Ausbruchs entweicht. Solche Anzeichen wurden in letzter Zeit vermehrt in einigen Regionen, in denen Vulkane aktiv sind, beobachtet (was aber auch auf andere Erscheinungen zurückführbar ist, wie Kontinentalplattenverschiebung). Somit wären vor allem Areale gefährdet, die im "Feuerring" liegen, einem 40 000 km langen Gebiet, das sich von Japan bis an die Westküste des amerikanischen Kontinents verschiebt.
Was einer Supereruption nachkommt, ist gut als "kleine Eiszeit" beschrieben. Dramatische Temperaturabfälle wären eine der einschneidenden Folgen für die Erde. Tatsächlich gehen viele Forscher heutzutage davon aus, dass nicht ein Asteroid, sondern eine Supereruption für die Eiszeit verantwortlich war.
Der größte heutzutage bekannte Supervulkan ist der "Yellowstone" Vulkan im US-Staat Wyoming. Er ist eine beliebte Touristenattraktion, was dadurch gefördert wird, dass das Gebiet um ihn herum zum Nationalpark erklärt wurde.

