Der Begriff „Transhumanismus“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „jenseits des menschlichen“.
Die „Verbesserung der Qualität allen Lebens“ ist das Hauptziel des Transhumanismus, dessen Anfänge sich in der Suche nach dem Jungbrunnen finden, konkrete Ansätze der heutigen Form haben ihren Ursprung im Renaissance-Humanismus und der Aufklärung.
Die Motivation der Transhumanisten liegt darin, unter den Menschen nicht nur Chancengleichheit, sondern auch Gleichheit der Möglichkeiten zu schaffen – also jedem Individuum die gleichen Voraussetzungen zu ermöglichen.

Das bedeutet, dass die Lebensqualität nach Wunsch verbessert werden  kann und niemand mehr durch körperliche Mängel, Krankheiten oder Behinderungen eingeschränkt ist. Durch diese gesteuerte Evolution auf einer neuen Ebene, der technischen, will der Transhumanismus schlussendlich alle physischen Störfaktoren bekämpfen und auch Armut, Unterernährung und politische Ungerechtigkeiten ausmerzen.

Der Körper soll das Instrument darstellen, um seine Individualität, die durch den Geist gebildet wird, auszuleben. Dadurch tritt die Menschheit in eine neue Bewusstseinsstufe ein, was möglicherweise von den Maya durch ihren Kalender vorhergesagt werden sollte.

Standbild Die Mittel, mit denen die Transhumanisten ihre Visionen möglich machen wollen, sind unter anderem Nanotechnologie, Gen- und Biotechnologie, Biogerontologie, Kryonik, Kognitionswissenschaften, Informationstechnologien, die Entwicklung künstlicher Intelligenz und das Uploading des Bewusstseins in digitale Speicher.
Diese futuristischen Möglichkeiten rufen in so manchem Leser vielleicht Erinnerungen an die ein oder andere Science Fiction-Verfilmung hervor, wo Lebewesen, halb Mensch, halb Maschine tragende Rollen haben. Tatsächlich kann man diesen Eindruck im Hinterkopf behalten, wenn man es mit Transhumanismus zu tun hat, denn technologische Möglichkeiten in diesem Ausmaß sind durchaus im Erstreben dieser Wissenschaften.


Die Hauptkritikpunkte mit denen sich der Transhumanismus konfrontiert sieht, sind ethischer Natur. So wird die Gleichstellung aller Menschen manchmal mit marxistischen Ideologien verglichen und es werden Parallelen zur Eugenik gezogen, da es fraglich ist, nach wessen Maßstäben die angestrebten körperlichen Ideale kategorisiert werden. Außerdem ist es fraglich, ob ein Wesen, das teilweise eine Maschine ist, noch als Mensch gilt, also noch mit Würde behandelt wird.
Die vermutlich bekannteste und durch Medien weitverbreiteste Sorge ist die, dass der Punkt der Singularität eintritt und hochentwickelte Technologien wie künstliche Intelligenz nach und nach die Erde übernehmen und die Menschheit auslöschen könnten.

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